Unsere eigene Erfahrung mit AIS in Not!
Unsere eigene Erfahrung mit AIS in NOT!
Zuletzt fuhren wir auf der Westerschelde mit 2-3 Knoten Strömung. Plötzlich fiel der Motor aus und der Anker hielt wegen der Strömung nicht.
Wir riefen schnell die Seenotrettung an und innerhalb von 5 Minuten waren sie dank unseres AIS bei uns !!!
Schnell entdeckten wir ein Seil in der Schraube und konnten es entfernen. Es ist trotzdem ein sehr sicheres Gefühl, dass sowohl die Verkehrszentrale als auch die Seenotrettung unsere Position so schnell finden konnten. Wir mussten nur den Namen unseres Bootes durchgeben und so hatten sie uns sofort im Blick ;-).
Für viele Bootsbesitzer ist die erste Frage: Ist AIS eigentlich Pflicht? In den Niederlanden ist AIS auf fast allen niederländischen Gewässern für die Berufsschifffahrt und für Sportboote über 20 Meter Länge Pflicht. Für die meisten Sportboote unter 20 Metern ist AIS also nicht vorgeschrieben, aber es wird als eine wertvolle Ergänzung zur Navigation angesehen, insbesondere auf der Nordsee, dem IJsselmeer und Wasserstraßen mit viel Berufsschifffahrt wie bei uns auf der Westerschelde.
Was ist AIS?
AIS steht für Automatic Identification System. Das System sendet und empfängt automatisch Daten wie Schiffsname, Position, Kurs und Geschwindigkeit, sodass Sie einen besseren Überblick über den Verkehr um Sie herum erhalten. Diese Informationen können auf einem Kartenplotter, Radarschirm, Laptop oder Tablet angezeigt werden, je nach Ihrer Installation an Bord.
Was ist ein Transponder?
Ein AIS-Transponder geht einen Schritt weiter. Damit sind Sie selbst für andere Schiffe und Küstenstationen sichtbar, was besonders auf belebten Routen und bei schlechter Sicht ein großer Vorteil sein kann. Für viele Freizeitskipper ist daher ein ONWA Klasse B Transponder die logischste Wahl, da er erschwinglicher ist als der professionelle Klasse A und gut zum normalen Gebrauch in der Freizeitschifffahrt passt.
Ist AIS ein Ersatz für Radar?
Nein, AIS ist kein Ersatz für Radar. AIS ist navigationsunterstützend und sollte als Ergänzung zu anderen Navigationsmitteln betrachtet werden. Radar bleibt in Situationen mit schlechter Sicht auf bestimmten Wasserstraßen das primäre oder vorgeschriebene System, während AIS zusätzliche Informationen über Schiffe liefert, die ihre Daten senden.
AIS hat jedoch klare Vorteile. Es verbraucht weniger Strom als Radar, benötigt keine rotierende Antenne und kann laut nautischer Erklärung in einigen Situationen sozusagen "um die Ecke schauen", beispielsweise dort, wo Radar durch Objekte oder Hindernisse beeinträchtigt werden kann.
Was benötigen Sie, um AIS zu nutzen?
Wenn Sie einen AIS-Transponder verwenden möchten, benötigen Sie mindestens das Basiszertifikat für Seefunk. Außerdem müssen Sie den Transponder bei der Rijksinspectie Digitale Infrastructuur (RDI) registrieren, woraufhin Sie eine MMSI-Nummer erhalten, die zusammen mit dem Schiffsnamen und dem Rufzeichen in die Geräte programmiert wird.
Für wen ist AIS sinnvoll?
AIS ist besonders für:
Segler und Motorbootfahrer, die auf großen Gewässern wie der Nordsee, der Westerschelde oder dem IJsselmeer fahren.
Bootsbesitzer, die regelmäßig im Bereich der Berufsschifffahrt unterwegs sind, zum Beispiel auf großen Flüssen und belebten Binnengewässern.
Wassersportler, die ihre Navigationsausrüstung mit zusätzlicher Sicherheit und Verkehrsinformationen erweitern möchten.
Für eine Schaluppe auf ruhigem lokalen Wasser ist AIS weniger schnell notwendig. Für eine Kajütboot, Segelyacht oder schnellfahrendes Motorboot, das größere Touren unternimmt, wird es schon viel interessanter.
Worauf achten Sie beim Kauf?
Achten Sie bei der Wahl einer AIS-Lösung auf:
Haben Sie bereits ein Funkgerät und möchten Sie mit einem Antennensplitter oder einer separaten Antenne arbeiten?
Möchten Sie eine Verbindung zu einem Kartenplotter oder einem NMEA 2000-Netzwerk herstellen? ONWA AIS unterstützt das NMEA 2000-Netzwerk.
Wer seine Installation clever aufbaut, kann AIS gut mit Kartenplotter, Funkgerät und eventuell Radar kombinieren, um ein viel vollständigeres Bild an Bord zu erhalten.
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